25 Tipps zur Hochzeitsfotografie für Fotografen
Eine Hochzeit zu fotografieren bleibt spannend - und besonders, wenn du das noch nie zuvor gemacht hast. Möchtest du die Erwartungen deines Kunden übertreffen? Bereite dich gut vor und sammle schon einmal Inspiration mit diesen 25 wesentlichen Tipps.
1. Die Hochzeitslocation vorab zu besuchen ist möglich, aber nicht zwingend 'Besuchst du die Hochzeitslocation vorher?' Eine oft gestellte Frage von Brautpaaren. Aber heimlich macht das gar nicht so viel Sinn. Du kannst dir die Location anschauen, aber am Hochzeitstag hast du - wenn alles gut läuft - genug Zeit, alles auf dich wirken zu lassen. Vorausgesetzt, du bist rechtzeitig da. Außerdem kann das Licht am Hochzeitstag ganz anders sein. Erkläre das dem Brautpaar; das zeugt nur davon, dass du ein Profi bist.
2. Erwäge ein Pre-Shooting. Hast du es mit einem Brautpaar zu tun, das große Scheu vor dem Brautpaar-Shooting hat, dann ziehe ein Pre-Weddingshooting in Betracht. So gewöhnen sie sich an dich und an die Kamera. Sie lernen, mit dem anfänglichen Unbehagen umzugehen, sodass sie am großen Tag kaum noch darunter leiden werden. Außerdem haben sie gleich einzigartiges Material, das sie für Einladungen verwenden können!
3. Engagiere selbst rechtzeitig einen zweiten Fotografen ein. Hast du das Gefühl, dass diese Hochzeit sehr groß wird und du das unmöglich allein schaffen könntest? Engagiere dann einfach selbst einen zweiten Fotografen. Achte darauf, dass dieser bereits Erfahrung mit Hochzeiten hat, sonst kommt ihr euch nur in die Quere. Treffe vorher klare Absprachen mit dem zweiten Fotografen. Es ist dein Auftrag, also bist du der Hauptfotograf. Dein Partner kann sich auf die Gäste konzentrieren und dir bei Hochzeitsposen helfen. Teilt euch morgens auf: der eine beginnt bei der Braut, der andere beim Bräutigam.
4. Passe deine Kleidung an. Vielleicht eine offene Tür, aber da Brautpaar und Gäste viel Zeit in ihre Kleidung investiert haben, zeigst du Respekt, wenn auch du ordentlich gekleidet erscheinst. Du musst nicht im Dreiteiler oder Haute-Couture-Kleid auftauchen, aber ein Hemd oder ein gepflegtes Kleid reicht. Wähle auch etwas, das nicht zu auffällig ist, damit du mehr in der Menge verschwindest. Entscheide dich für etwas Bequemes: du stehst, gehst und bückst dich den ganzen Tag. Und vielleicht liegst du auch mal auf dem Boden für das perfekte Bild. Wähle auf jeden Fall ein Outfit, bei dem du dir keine Sorgen machen musst, damit deine ganze Aufmerksamkeit bei der Hochzeit bleibt.
5. Achte auf deine Schuhe. Vielleicht der wichtigste Outfit-Tipp: achte auf deine Schuhe! Entscheide dich für einen leichten Sneaker oder etwas mit flacher Sohle, aber auf jeden Fall ohne Absatz. Nichts ist so störend wie ständig hörbare Schritte während der Zeremonie…
6. Sorge für eine zweite Kamera, Akku UND Objektiv. Nimm eine Backup-Kamera mit. Du wirst nicht der Erste sein, der seine Kamera fallen lässt oder bei dem die Kamera plötzlich den Dienst quittiert. Es ist der denkwürdigste Tag des Brautpaars, und du kannst es dir nicht erlauben, das Risiko einzugehen, ihn nicht festhalten zu können. Das Gleiche gilt für deinen Akku! Schließlich kannst du auch ein zusätzliches Objektiv mitnehmen, um so für viel Abwechslung in den Bildern zu sorgen.
7. Überprüfe die Kameraeinstellungen. Ein sehr, sehr wichtiger Punkt: überprüfe vorab, aber auch während des Tages die Einstellungen deiner Kamera. Du wechselst vielleicht oft zwischen Lichtbedingungen oder Objektiven, sodass du in der Hektik vergisst, deine Einstellungen anzupassen. Ehe du dich versiehst, stehst du draußen und hast eine Serie überbelichteter Fotos, wenn das Brautpaar aus dem Standesamt kommt.
8. Nimm deinen Blitz mit. Am liebsten fotografierst du mit natürlichem Licht. Aber manchmal ist nicht genügend Licht vorhanden, und dann bietet ein Blitz die Lösung. Achte darauf, nicht die Stimmung aus den Bildern zu nehmen, indem du sie platt blitzst. Schau zuerst, wie viel du aus deiner Kamera ohne Blitz herausholen kannst, indem du den ISO-Wert erhöhst und die Blende öffnest. Blitze nur das Licht, das noch nötig ist. So bewahrst du eine natürliche Atmosphäre in den Fotos - und für die Gäste ist ein sanfter Blitz auch angenehmer.
9. Kenne den Ablauf. Fordere im Vorfeld die Planung oder das Drehbuch beim Zeremonienmeister an. So weißt du genau, wann die wichtigen Momente sind und wo du dann sein musst. Komm möglichst etwas früher an den Orten an, damit du noch Zeit hast, das Licht zu messen.
10. Lerne das Brautpaar kennen. Mindestens ebenso wichtig wie die Planung: lerne das Brautpaar, das du fotografieren wirst, kennen! Wie haben sie sich kennengelernt? Wie lange sind sie schon zusammen? Wenn du eine Verbindung zu ihnen aufbaust, hilft das, entspannter und angenehmer zusammenzuarbeiten. Es hilft dir auch bei Posen: was passt zu ihnen und was nicht? Je mehr du über sie weißt, desto leichter lockerst du sie am großen Tag auf.
11. Kenne die Gäste. Frage den Zeremonienmeister auch nach einer Übersicht der wichtigsten Gäste (am besten mit Foto und Telefonnummer), damit du am Tag selbst nicht ständig herausfinden musst, wer wer ist. Nicht jeder Gast steht gern im Rampenlicht, aber die schüchterne Schwester willst du natürlich nicht unbeabsichtigt aus den Augen verlieren.
12. Mach den Zeremonienmeister zu deinem Bestie. Du kennst jetzt den Ablauf, das Brautpaar und die Gäste. Mach den Zeremonienmeister gleich zu deinem besten Freund! Während des Hochzeitstages ist er/sie nämlich deine rechte Hand. Sorge dafür, dass ihr euch schon einmal persönlich kennenlernt, bevor der Hochzeitstag stattfindet.
13. Finde heraus, wann die goldene Stunde ist. Je nach Jahreszeit der Hochzeit ist es wichtig, im Voraus herauszufinden, wann die goldene Stunde stattfindet. Oft ist das unter dem Abendessen oder genau dann, wenn die Feier läuft. Da dies das schönste Licht ist (warm und weich), lohnt es sich wirklich, das Brautpaar kurz für ein paar zusätzliche schöne Aufnahmen beiseitezunehmen. Mach das nicht spontan, sondern kündige es vorher an.
14. Sei rechtzeitig da. So schön ein Hochzeitstag auch ist - es herrscht Zeitdruck. Und besonders die Braut ist oft sehr nervös. Sorge deshalb, dass du rechtzeitig da bist. So bekommen sowohl du als auch die Braut Zeit, sich an dich und deine Kamera zu gewöhnen. Berücksichtige auch die Anfahrtszeit und möglichen Stau.
15. Wähle zwei Standpunkte in der Kirche. Heiratet das Brautpaar in der Kirche? Wähle dann maximal zwei Standpunkte, von denen aus du fotografierst. Es ist störend, wenn du zu viel herumläufst (auch wenn du keine Absätze trägst). Schau dir beim Betreten sofort an, von welchen zwei Positionen du gern arbeiten möchtest, und versuche, dich daran zu halten.
16. Zeige zwischendurch einige Ergebnisse. Du wirst merken, dass die Gäste es kaum erwarten können, einige deiner Fotos zu sehen. Zeige deshalb zwischendurch einige Preview-Bilder, auch dem Brautpaar. Schicke am liebsten so schnell wie möglich NACH der Hochzeit ein paar Vorschauen, denn das frisch vermählte Paar schwebt dann noch in einer Hochzeits-Blase.
17. Spiele mit den Hochzeitsposen. Hochzeitsfotografen neigen manchmal dazu, während eines Shootings an viele verschiedene Orte zu gehen. Aber du kannst auch viel erreichen mit einer Variation an Posen an nur einem Ort. Das spart dir erstens viel Zeit und zweitens muss die Braut nicht weit in ihrem Kleid laufen. Wechsel die Perspektive und bewege dich selbst um das Paar herum. So erhältst du unterschiedliche Bilder!
18. Spiele mit dem Licht. Fotografie ist Schreiben mit Licht. Achte also immer gut auf das Licht. Woher kommt es? Willst du mit dem Licht arbeiten oder bewusst Gegenlicht wählen? Wenn du mit Licht spielst, kannst du viele verschiedene Fotos vom selben Moment machen. Ein Silhouettenbild wirkt sofort ganz anders als eine Aufnahme mit mitlaufendem Licht.
19. Berücksichtige schlechtes Wetter. Es kommt selten vor, dass es den ganzen Tag in Strömen regnet. Aber es ist gut, darauf vorbereitet zu sein! Vielleicht ist die Hochzeitslocation bereits ein großartiges Setting für Innenaufnahmen. Falls das nicht möglich ist, könnt ihr für das Shooting auch in ein Gartencenter ausweichen. Denke vorher darüber nach und bespreche es mit dem Brautpaar. Tipp: Mit ein paar durchsichtigen Regenschirmen kommst du auch schon sehr weit!
20. Denk an dich selbst. Weil du so im Moment aufgehst, kann es gut sein, dass du vergisst zu essen, zu trinken oder auf die Toilette zu gehen. Plane das selbstverständlich rund um die wichtigen Momente; stelle notfalls einen Wecker auf deinem Handy, wenn du eine Pause einlegen möchtest. Sorge für ein nahrhaftes und gesundes Frühstück und nimm gegebenenfalls Proteinriegel mit, damit du die Energie hast, konzentriert zu bleiben.
21. Nimm dir Zeit. Eine Hochzeit dauert lange. Um zu vermeiden, dass du am Ende des Tages tausend Fotos hast, ist es besonders wichtig, dass du dein Timing im Blick behältst. Du kannst ein Foto machen, nur um eines zu haben, aber wenn du dir angewöhnst zu beobachten und auf den richtigen Moment zu warten, schießt du diese preisverdächtigen Aufnahmen.
22. Antizipiere Emotionen. Vielleicht einer der Gründe, warum du an diesem Tag dabei bist: die Emotionen dieses Tages einzufangen! Höre dem Standesbeamten zu, der Rede des Vaters der Braut, und ergreife diese wichtigen Momente. Sei bereit und warte geduldig, um das eine perfekte Bild zu schießen. Vergiss auch nicht die Gäste mit ihren tränenreichen Gesichtern. Diese Momente bekommt das Brautpaar nicht noch einmal und sie sind wunderschön für sie, um sie später anzusehen!
23. Nimm deine Visitenkarte mit. Vergiss nicht, deine Visitenkarte mitzunehmen! Eine Hochzeit ist nämlich DER Moment zum Netzwerken. Als Hochzeitsfotograf wirst du oft als eine der letzten Parteien gebucht. Wenn du also während einer Hochzeit Kontakte knüpfst, ist die Chance groß, dass du über diesen Weg weitere Aufträge bekommst.
24. Begleite einen Tag lang einen Hochzeitsfotografen. Ob du nun ein angehender Hochzeitsfotograf bist oder schon länger dabei: entwickle dich weiter und fordere dich heraus, indem du einen Tag bei einem Kollegen mitläufst. Da du keinen Leistungsdruck hast, kannst du ganz frei denken und Neues ausprobieren. Das lässt dich als Fotograf wachsen!
25. Blase das Brautpaar mit dem Endergebnis weg. Wenn du mit deinem Auftrag fertig bist, willst du natürlich das Brautpaar mit dem Endergebnis umhauen. Sorge also dafür, dass du die Fotos nicht einfach lose auf einem USB-Stick übergibst, sondern für das Wiedererleben in einem luxuriösen Album. Wunderschön gedruckt in den Farben, wie du sie dir vorgestellt hast (denn wie schmerzhaft kann manchmal ein nicht kalibrierter Monitor sein?). Das Fotoalbum ist deine Visitenkarte UND deine Unterschrift (die du buchstäblich in Form deines Logos auf das Album drucken lassen kannst). Außerdem kannst du als Fotograf zusätzlich verdienen am Album, indem du diesem Produkt eine Gewinnmarge gibst.
Entdecke die Kraft luxuriöser Fotoalben.
Du willst natürlich, dass dein Brautpaar den Tag immer wieder durch deine Fotos erleben kann. Und das ist die Kraft eines luxuriösen Fotoalbums! Bei Yellow Rebel hast du eine große Auswahl an wunderschönen Alben und Aufbewahrungsboxen. Es wird das i-Tüpfelchen sein, deine Arbeit so schön übergeben zu können. Bist du neugierig auf die Optionen? Klicke hier!